Ankunft 4.20 am Morgen in Darwin nach 5 Stunden im Flugzeug ausgestattet mit zwei überdurchschnittlich lauten englischen Girlies in der Reihe hinter uns… Das heisst wir waren müde un genervt. Zudem hatten wir noch kein Mietauto, da wir uns bis zuletzt nicht sicher waren, obs jetzt ein Camper oder doch ein Auto sein soll.
Wir irrten also ein paar Stunden auf dem Flughafen und in der Stadt umher, bis wir schliesslich gegen Mittag mit einem lastwagenähnlichen Geländewagen die Strasse Richtung Kakadu unter die Räder nahmen.
Nahezu unendlich zog sich die Stasse dahin, immer durch lichten Wald mit verkohlten Bäumen und Termitenhügel. Am ersten Abend sahen wir uns in Urbirr 20000 Jahre alte Felsmalereien von den Aboriginals und gleich daneben auf einem Hügel den Sonnenuntergang an. WOW! Vor uns ein sogenanntes “Wetland”, weiter hinten wieder Wald und dann die Sonnen. Sonst Stille, nur Gekreische von Vögeln, die gerade ein paar Revierkämpfe ausführen.
Am Tag zwei kam schliesslich unser 4×4 zum Einsatz. Die ersten 40km waren noch angehme Kiesstrasse, doch dann änderte die Strasse von einem Meter auf den Anderen schlagartig: Nur noch so breit wie das Auto, schlaglöcher, Bachquerungen, tiefe Fahrrinnen und Sand. 10km gings so weiter bis zum JimJim Wasserfall. Nach einem kurzen Spaziergang konnten wir sogar im Bach baden (dies ist so erwähnenswert, weil im ganzen Park grosse Krokodilgefahr herrscht und nur ganz wenige Gebiete davon sicher sind, so das Becken am Jim Jim Fall).
Eingetlich wollten wir die Stasse noch ein paar Kilometer weiter ins Nichts hinein fahren und einen weiteren Wasserfall anschauen: die Twin Falls. Die im Reiseführer vermerkte tiefe Flussquerung bereits nach einem Kilometer hat uns zuerst noch kalt gelassen, einmal dort, mussten wir aber die Fahnen strecken. Wir als blutige Offroader-Anfänger hatten nicht den Mut, durch das 70cm(!!) tiefe Wasser zu fahren. Im Manual des Autos sind zwar genau diese Tiefen noch erlaubt, aber das hat schon saugefährlich ausgesehen. Und dann noch die Krokodilwarnschilder…
So kehrten wir halt um und machen zur Versöhnung einen kleinen Walk zum Yellow Water, wo wir wieder den Sonnenuntergang sowie unseren ersten “Crocs” sahen. Sogenannte “Salties”: Salzwasser Krokodile, riesig und nur zum töten und fressen da. So sehen sie zumindest aus. Und dann hatten wir auch noch das riesige Glück, eine solche Killermaschine in Action zu sehen. Ein angeschlagener Fisch (ca 50-70cm), auf dem Wasser treibend und nur noch zappelnd war eine leichte Beute für das (?) 3..4m lange Croc. Die Kraft und dass klappen des Kiefers war furchteinflössend und faszinierend zugleich. Und das weder im Zoo noch im Zirkus, nein, sondern in der Wildnis. Karin hätte vor Schreck fast den Fotoapparat ins Wasser geworfen
Dann sind da noch die Vögel. Vögel, Vögel, Vögel. Am Abend fliegen sie Richtung Westen und am Morgen wieder zurück Richtung Osten. Denn nach dem Sonnenuntergang am Yellow Water habe wir uns auch noch den Aufgang angesehen. Wir hätten stundenlang dortsitzen können um den Vögeln sowie den lauernden Krokodilen zuzuschauen.
Am letzten Tag getrauten wir uns schliesslich mit dem Auto durchs Wasser. Wir durchquerten den knapp 50cm tiefen “South Alligator River”. Ein cooles Gefühl. Einziger Wehrmutstropfen des Ausflugs war der noch knapp zur hälfte volle Tank, der in Darwin 102 Liter Diesel schluckte, bis er endlich satt war…
Hier ein paar Schnappschüsse:
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